Tüffelwochen

Ein vierwöchiges Hoch auf die tolle Knolle

Kulinarische Höhepunkte rund um die köstliche Kartoffel

Wenn die letzten Kartoffeln des Jahres geerntet und die Scheunen gut gefüllt sind, dann lädt die Lewitz zum Fest: Es sind Tüffelwochen im Mecklenburger Wiesenland. Der ganze Oktober steht dort im Zeichen des Erdapfels, der auf den sandigen Böden der südöstlich von Schwerin gelegenen Region gedeiht.
Vom 1. bis 31. Oktober heben die Lewitzer Köche die köstliche Knolle auf einen kulinarischen Ehrenplatz. Sie servieren ihre traditionellen Maustüffeln mit Boddermelk und Bradspeck, also Stampfkartoffeln mit Buttermilch und Speck. Und sie verwöhnen die Gäste mit duftendem Kartoffelbrot, Erdäppelkaas oder Kartoffel-Schinken-Schnecken.

Tüffelwochen-Veranstaltungen und Aktionen

Während der Kartoffelwochen gibt es überall Feste und Ausflüge, bei denen die Knolle die Hauptrolle spielt – und bei denen die Akteure viel Wissenswertes über dieses alte Gemüse erzählen. Zum Auftakt feiern die Lewitzer ein Schlachte- und Kartoffelfest auf dem 400 Jahre alten Pingelhof in Alt Damerow, einer der ältesten bäuerlichen Anlagen Mecklenburgs. Dort faucht das Feuer in der Schmiede, Mühle und Sägegatter rattern wie in alten Zeiten. An Marktständen werden Wurstwaren und Kartoffeln aus der Region gehandelt, es gibt Musik, Tanz und natürlich Tüffels satt.
Wer Lust hat, der kann die herbstliche Natur der weiten, von Hügeln, Feldern und Wäldern geprägten Landschaft erkunden. Auf geführten Rad- und Fußwanderungen erfahren die Teilnehmer allerlei Interessantes über Kartoffeldörfer wie Plate, Banzkow, Mirow und Jamel, über Historie sowie Sagen aus dem Wiesenland.
Das große Abschlussfest mit bunten Markttreiben wird in Banzkow stattfinden. Auf die Kinder warten Karussell und Spiele. Auch die beliebte Kartoffelmaus kommt vorbei. Und die Mirower Sprüttendörpschaft, also die mit der Feuerwehr eng verbandelte Spritzen-Dorfschaft, rückt mit ihrer auf einem Treckeranhänger montierten Kartoffelpuffer-Reibe- und Backstation an - frischere Puffer gibt’s im ganzen Norden nicht!