Spornitz

Spornitz befindet sich direkt an der B 191 zwischen Neustadt-Glewe und Parchim am Rande des Landschaftsschutzgebietes. Im Ortskern befindet sich das älteste Gebäude des Dorfes, die alte neugotische Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert. Der Kirchturm ist weit über das Dorf hinaus zu sehen. Im Ort befindet sich die ehemalige Gaststätte „Zur goldenen Ähre“, in welcher seit der politischen Wende die Diskothek „Event Arena“ betrieben wird - bei den Jugendlichen auch als „Wir fahren nach Spo“ bekannt. Direkt an der B 191 befindet sich das Van der Valk Landhotel Spornitz, ein Hotel mit vielen Zimmern und Suiten, Restaurant, Konferenz- und Veranstaltungsräume sowie Sauna- und Wellnessbereich.
Foto: Tobias WarnckeAuf dem Spornitzer Felde, nicht weit von der Parchimschen Landwehr liegen dicht an der Chaussee sieben große längliche Steine, sechs dicht bei einander, der siebente etwas davon ab. Sie haben stellenweise blutrote Flecken. Von ihnen erzählt man sich Folgendes: In früheren Zeiten, als die Bauern ihre Pferde des abends und des nachts weiden ließen, hüteten mal sieben Knaben die Pferde von Spornitzer Bauern. Um sich die Zeit zu vertreiben, verfielen sie aufs Kegelspiel, und da sie nicht Kegel noch Kugeln hatten, so machten sie aus den Würsten, die sie als Zehrung mitbekommen, Kegel und aus Brotkrumen Kugeln. Da kam ein kleiner Mann zu einem der Knaben, der dem Spiel bloß zugesehen hatte und gebot ihm, schnell fortzulaufen und sich ja nicht umzusehen. Die sechs andern wurden in Stein verwandelt; der weglaufende, neugierig zu erfahren, was aus seinen Kameraden geworden, sah, um so das Gebot zu umgehen, zwischen seinen Beinen hindurch und wurde zur Strafe ebenfalls Stein. Man glaubt noch die Halfterstricke zu erkennen, welche die Knaben um ihre Schultern gehängt hatten. Der Spornitzer Müller nahm mal einen der Steine mit nach Hause, um ihn bei seiner Gartenmauer zu verwenden. Da fing der Stein an zu bluten, der Müller erschrak und brachte ihn eilends an seine Stelle zurück. Seitdem liegen die Steine ungestört und auch bei dem Bau der nahe liegenden Chaussee hat man sie unberührt gelassen.